Paclitaxel ist ein Chemotherapeutikum aus der Wirkstoffgruppe der Taxane. Der Wirkstoff wurde ursprünglich aus der Rinde der Pazifischen Eibe gewonnen und wird heute halbsynthetisch hergestellt.
Paclitaxel wirkt, indem es in das Zellskelett (Zytoskelett) von sich teilenden Zellen eingreift: Es fördert die Zusammenlagerung der sogenannten Mikrotubuli und stabilisiert sie, sodass das normale Auf- und Abbauen des Zellskeletts während der Zellteilung blockiert wird. Dadurch kann sich die Zelle nicht mehr teilen und stirbt ab. Da sich Krebszellen besonders häufig teilen, trifft dieser Mechanismus sie in besonderem Maße – allerdings auch andere, sich normalerweise schnell teilende Körperzellen (zum Beispiel Haarwurzelzellen), was typische Nebenwirkungen wie Haarausfall erklärt.
Paclitaxel wird bei verschiedenen soliden Tumoren eingesetzt, meist in Kombination mit anderen Wirkstoffen. Es gibt den Wirkstoff außerdem in unterschiedlichen Formulierungen (etwa als klassische, lösungsmittelbasierte Form oder als an Albumin gebundene Nanopartikel), die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden können und daher nicht ohne Weiteres gegeneinander austauschbar sind. Verabreicht wird Paclitaxel immer als Infusion.
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