Ein Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) ist ein zentraler Bestandteil der zielgerichteten Krebstherapie. TKIs blockieren gezielt Tyrosinkinasen – also die molekularen „Schalter“, die beim Wachstum und Überleben von Tumorzellen eine entscheidende Rolle spielen. Damit wird das Wachstumssignal an der Wurzel unterbrochen.
Ein praktischer Hinweis zur Wiedererkennung: Medikamentennamen von Tyrosinkinase-Inhibitoren enden meist auf „-nib“ (vom englischen „inhibitor“). Anders als viele monoklonale Antikörper werden TKIs meist als Tablette eingenommen statt über eine Infusion verabreicht. Damit ein TKI wirken kann, muss der Tumor vorher meist molekulargenetisch untersucht werden, um festzustellen, ob die passende Zielstruktur überhaupt vorhanden ist (siehe Präzisionsonkologie).
« Back to Glossary Index