Pembrolizumab ist, wie Nivolumab, ein monoklonaler Antikörper aus der Gruppe der Checkpoint-Inhibitoren und wird in der Krebsimmuntherapie eingesetzt. Der Wirkstoff bindet an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen und blockiert dessen Wechselwirkung mit den Molekülen PD-L1 und PD-L2 (siehe PD-1/PD-L1-Mechanismus). Dadurch wird die körpereigene Immunantwort, einschließlich der Abwehrreaktion gegen den Tumor, verstärkt.
Pembrolizumab wird als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen bei einer ganzen Reihe unterschiedlicher, meist fortgeschrittener Krebserkrankungen eingesetzt, unter anderem beim Melanom und bei verschiedenen Formen von Lungenkrebs. Die genauen Einsatzgebiete hängen stark von der individuellen Diagnose, dem Krankheitsstadium und teils auch von bestimmten Tumormerkmalen (wie der PD-L1-Ausprägung) ab.
Da der Wirkstoff das Immunsystem insgesamt aktiviert, treten am häufigsten sogenannte immunvermittelte Nebenwirkungen auf, bei denen sich die körpereigene Abwehr auch gegen gesundes Gewebe richten kann. Die meisten dieser Nebenwirkungen, einschließlich schwerer Verläufe, bilden sich nach einer angemessenen medizinischen Behandlung oder nach Absetzen des Medikaments wieder zurück.
Quelle: Fachinformation KEYTRUDA® (Pembrolizumab), Stand Juni 2026)
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