Eine Risiko-Nutzen-Abwägung ist die systematische Bewertung, ob der potenzielle Nutzen einer medizinischen Behandlung die damit verbundenen Risiken und möglichen Nebenwirkungen überwiegt. Dieser Prozess wird zum einen bei der Zulassung von Medikamenten eingesetzt, wo anhand von Studiendaten geprüft wird, ob ein Wirkstoff insgesamt mehr nutzt als schadet.
Zum anderen findet eine Risiko-Nutzen-Abwägung aber auch individuell statt: Das behandelnde Team wägt gemeinsam mit dem Patienten ab, ob eine bestimmte Therapie angesichts der persönlichen Situation – etwa des Alters, des allgemeinen Gesundheitszustands oder bereits bestehender Erkrankungen – sinnvoll ist. Diese Abwägung kann sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, auch bei derselben Diagnose.
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