Bei einer Punktion wird mit einer Nadel in ein Gewebe, ein Organ oder einen Hohlraum eingestochen, um zum Beispiel Flüssigkeit zu entnehmen, eine Gewebeprobe zu gewinnen oder ein Medikament direkt an eine bestimmte Stelle zu bringen.
Je nachdem, wo die Punktion durchgeführt wird, gibt es dafür eigene Bezeichnungen – etwa die Lumbalpunktion (Entnahme von Liquor aus dem Rückenmarkskanal), die Knochenmarkpunktion (Entnahme von Knochenmark, z. B. bei Verdacht auf eine Blutkrebserkrankung), die Pleurapunktion (Entnahme von Flüssigkeit aus dem Brustfellraum) oder die Feinnadelpunktion (Entnahme kleinster Gewebeproben, etwa aus einem Knoten, zur weiteren Untersuchung).
Die meisten Punktionen werden unter örtlicher Betäubung durchgeführt und sind in der Regel gut verträglich; leichte Beschwerden an der Einstichstelle im Anschluss sind normal.
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