Molekulare Therapieansätze – auch zielgerichtete Therapien genannt – sind moderne Formen der Krebsbehandlung, die gezielt auf bestimmte Eigenschaften von Krebszellen abzielen.
Anders als die Chemotherapie, die auch gesunde Zellen angreifen kann, wirken molekulare Therapien zielgerichtet – zum Beispiel auf veränderte Eiweiße, Wachstumsfaktoren oder Signalwege, die typisch für Krebszellen sind. Zu den bekanntesten Wirkstoffgruppen zählen sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren und monoklonale Antikörper.
Ziel ist es, das Wachstum der Tumorzellen zu stoppen, ihre Teilung zu verhindern oder sie für das Immunsystem angreifbar zu machen – mit möglichst wenigen Nebenwirkungen.
Damit eine molekulare Therapie überhaupt infrage kommt, muss der Tumor meist vorher genau untersucht werden – zum Beispiel durch eine molekulargenetische Testung oder eine Biomarker-Analyse. Nur wenn der Tumor die passende Zielstruktur aufweist, kann die entsprechende Therapie wirken.
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