Das Tumormilieu (auch Tumormikromilieu genannt) beschreibt die unmittelbare Umgebung eines Tumors – also alles, was sich direkt um die Krebszellen herum befindet und mit ihnen in Wechselwirkung steht. Dazu gehören zum Beispiel Blutgefäße, die den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, Bindegewebszellen, die eine Art Gerüst bilden, sowie Zellen des Immunsystems, die eigentlich Krebszellen erkennen und bekämpfen sollen.
Das Tumormilieu ist keine passive Umgebung, sondern steht in ständigem Austausch mit dem Tumor: Krebszellen können ihre Umgebung so beeinflussen, dass sie besser wachsen und sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen können – zum Beispiel, indem sie Immunzellen in der Umgebung „abschalten“ oder umprogrammieren.
Für die Behandlung ist das Tumormilieu deshalb wichtig, weil viele moderne Therapien, insbesondere Immuntherapien, genau hier ansetzen: Sie sollen das körpereigene Immunsystem in der Tumorumgebung wieder aktivieren, damit es den Tumor besser bekämpfen kann.
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