Liquorraum 

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Der Liquorraum ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der Gehirn und Rückenmark umgibt und durchzieht. Die Flüssigkeit darin heißt Liquor (vollständig: Liquor cerebrospinalis, umgangssprachlich manchmal „Nervenwasser“ genannt) und wirkt wie ein schützendes Wasserkissen: Sie dämpft Stöße und Erschütterungen und schützt so das empfindliche Nervengewebe vor Verletzungen. Außerdem transportiert der Liquor Nährstoffe zum Gehirn und hilft dabei, Abfallstoffe abzutransportieren.

Für Krebspatienten kann der Liquorraum aus einem bestimmten Grund wichtig werden: Bei manchen Tumorerkrankungen können sich Krebszellen bis in diesen Raum ausbreiten (z. B. bei Hirnmetastasen oder einer sogenannten Meningeosis carcinomatosa). Um das zu untersuchen, wird über eine Punktion – meist im unteren Rückenbereich (Lumbalpunktion) – eine kleine Menge Liquor entnommen und im Labor analysiert.

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